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Frankiermaschinen:
Fragen und Antworten


   

[A]  Wie funktionieren Frankiermaschinen?

Die grundsätzliche Funktionsweise einer Frankiermaschine ist wie folgt: Ein Umschlag wird der Maschine zugeführt, mittels Stempelaufdruck frankiert und wieder ausgeworfen. Alternativ kann dieser Vorgang auch mit selbstklebenden Frankierstreifen erfolgen zur Frankierung größerer bzw. sperriger Sendungen.

Bezahlt wird die Frankierung aus einem vorher erworbenem Guthaben. Der durch die Frankiermaschine generierte Aufdruck beinhaltet zum einen immer die Wertangabe, zum anderen immer einen Tagesstempel. Zusätzlich können wahlweise Werbestempel (Standardstempel oder individuelle Klischees) Verwendung finden und/oder Zusatzstempel für besondere Versandarten wie Luftpost, Einschreiben oder Wertbrief.




   

[B]  Woher weiß das Gerät den richtigen Tarif?

Die Portostufen sind in der Regel vom Anwender zu programmieren bzw. von Hand einzugeben. Die gültigen Portotarife müssen dem Anwender folglich bekannt sein. Bei fehlfrankierten Briefen ist eine Entgeltrückerstattung über das Postamt möglich. Bei hochwertigen Geräten können die aktuellen Tarifdaten der Post auf elektronischem Wege eingespielt werden, so daß z.B. mittels einer integrierten Briefwaage die Frankierung von Briefsendungen ohne besondere Versandverfügungen vollautomatisch erfolgen kann.




   

[C]  Welche Zusatzgeräte sind sinnvoll?

Frankiermaschinen können einzeln (als sogenannte Stand-alone-Lösungen) oder in Verbindung mit Zusatzgeräten wie z.B. einem Befeuchter (Schließeinrichtung), Falz- und Kuvertiermaschinen, internen oder externen Waagen, Etikettendruckern und Scannern betrieben werden (On-Line-Lösungen).

Schließeinrichtungen sind in vielen modernen Frankiermaschinen bereits integriert und können - müssen aber natürlich nicht - zum Einsatz kommen. Eine externe Waage wird von vielen Herstellern als optionale Ergänzung zur Frankiermaschine angeboten, was jeweils einen Aufpreis von ungefähr 20 Prozent auf die Anschaffungskosten bedeuten würde. Falzmaschinen bzw. Kuvertiermaschinen sowie Etikettendrucker sind anspruchsvolle Geräte, die vor allem in größeren Poststellen zum Einsatz kommen. Werden diese verschiedenen Geräte im Rahmen der Postbearbeitung eingesetzt, so muß ihr Zusammenspiel so effizient wie möglich organisiert werden. Dies kann verständlicherweise am besten geschehen, wenn ausschließlich Komponenten desselben Herstellers verwendet werden, die ggf. an die individuellen Kundenbedürfnisse anzupassen sind.

Bei Unsicherheit über den Bedarf an Postbearbeitungs-Geräten sollten Sie unbedingt einen kompetenten externen Berater hinzuziehen. Eine solche Beratungsleistung wird zum Beispiel von der in Stuttgart ansässigen MailConsult GmbH angeboten.

Interessant sind auch die Möglichkeiten, die sich im Zusammenspiel von Frankiermaschine und PC eröffnen. So kann beispielsweise mit den meisten modernen Frankiermaschinen ein Kostenstellenmanagement durchgeführt werden (einschließlich einer statistischen Aufbereitung der Daten). Das steigert die Transparenz und die Übersichtlichkeit bei der Postbearbeitung.

Last but not least bietet die Industrie sogenannte Poststellenmöbel an, die den speziellen Anforderungen der Maschinen optimal angepaßt sind.




   

[D]  Warum können Frankiermaschinen nicht wie normale Büromaschinen gehandelt werden?

Platt gesagt: weil Frankiermaschinen Briefe nicht nur frankieren, sondern sie auch entwerten. Damit gehören sie zu den entgeltdruckenden Systemen und unterliegen besonderen postalischen Regelungen.

Dies war nicht immer so. Früher dienten Frankiermaschinen (im Bild rechts ein Modell aus den 50er Jahren; Postmuseum Minsk) lediglich dazu, sich das Aufkleben der Briefmarken zu ersparen. Die derart frankierten Briefe mußten aber stets noch abgestempelt werden, wie z.B. der untenstehende Brief aus der neuseeländischen Forschungsstation Scott's Base von 1982 belegt.


Aufgrund der genannten postalischen Vorschriften dürfen Wartung und Reinigung der Frankiermaschinen nur durch die zugelassenen Kundendienste der Hersteller durchgeführt werden.

Lange Zeit konnte man Frankiermaschinen übrigens auch nicht über das Internet bestellen. Durch die 2003 begonnenen Online-Kampagnen von Pitney Bowes und Francotyp-Postalia hat sich dies allerdings nun geändert.




   

[E]  Was ist FRANKIT?

Frankit ist die neue digitale Freistempelung mittels 2D-Barcode für Frankiermaschinen. Im Code sind einerseits die sichtbaren Versandangaben wie Datum und Portowert enthalten, andererseits können die Firmen auch individuelle Kundendaten wie z.B. die Auftragsnummer verschlüsselt in den Matrixcode mit aufnehmen. Weitere Informationen zur neuen Technologie finden Sie in der PDF-Broschüre der Deutschen Post oder die entsprechende Seite der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e.V. mit einer detaillierten Erklärung des neuen Stempelbildes. Übrigens: bis zum 31.12.2004 fördert die Post die Markteinführung der ersten 10.000 Frankit-Maschinen!




   

[F]  An wen kann ich mich mit weiteren Fragen wenden?

Falls Sie Fragen zu Frankiermaschinen haben, die auf diesen Seiten nicht beantwortet wurden, können Sie uns Ihre Frage anonym über das folgende Formular übermitteln:

Ich hätte da noch folgende Frage...:

Bitte beachten Sie, daß eine individuelle Antwort auf diesem Weg leider nicht möglich ist und daß es mehrere Wochen dauern kann, bis wir jene Fragen, bei denen wir ein allgemeines Interesse vermuten, auf unserer Website beantworten.

Ansonsten können Sie sich natürlich auch an einen Händler oder Hersteller Ihres Vertrauens wenden. Die Adressen können Sie unserer Anbieter-Übersicht entnehmen.



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